Alter Job oder neue Mission? 7 Wege, wie du Schritt für Schritt deine Vision entwickelst!

01.08.2018

Mission gescheitert, aber neue Vision in Sicht!

Ich bin ein Mensch der sich gerne an eine Vision hängt. Das gibt mir Richtung, schafft mir ein Ziel vor Augen und erleichtert Planung und das Daraufhinarbeiten. In der Vergangenheit entwickelte sich eine Vision meistens aus mir selbst heraus. Mehrmals war aber auch ein göttlicher Impuls dafür verantwortlich. 

Was auch immer den Ausschlag gab, es verschaffte mir einen Lebensmittelpunkt und gab mir eine Richtung. Bis eines Tages meine Hauptvision wegbrach...

Die 2 Folgejahre versuchte ich ersatzweise durch sinnstiftende Jobs zu überbrücken. In meinem ersten Job nach der Krise unterstützte ich einen Verein dabei, getrennte Flüchtlingsfamilien wieder zusammenzuführen. Meine nächste Tätigkeit war die Mitgründung eines Internet-Startups. Beide hatten etwas gemein: Das Ziel war größer als ich selbst und somit geeignet als Visions-Geber.

Doch beide Projekte liefen irgendwann aus und so suchte ich mir einen „normalen Job“. Ich wollte endlich ein reguläres Einkommen, Arbeitszeiten, die irgendwann enden und einen Job, der mich nicht auffrisst (auch wenn er mir anderseits viel gegeben hatte).

Ich kam zu dieser Erkenntnis: „Mein Job ist zum Geldverdienen da, meine visionäre Seite kann ich auch in einem Ehrenamt ausleben“. Und so begann ich, in einer Stadtteilinitiative mitzuarbeiten. Später kamen Aufgaben in einer Kirchgemeinde und in einem Flüchtlingscafé dazu.

Auch diese Projekte waren relativ neu. Sie benötigten erst mal viel Anschub, Energie und Ausdauer. Und sie alle trugen erst mal keine oder kaum Früchte.

So stieg ich demotiviert nach einigen Monaten aus zwei Ehrenämtern wieder aus und konzentrierte mich ganz auf die Mitarbeit im Flüchtlingscafé. Da ich aber einen festen Vollzeitjob hatte, war hier auch nur ein halbes Engagement möglich. Also nichts Halbes und nichts Ganzes.

Das ganze Ausmaß meiner Visionslosigkeit wurde mir jedoch erst nach dem Ende einer zerbrochenen Beziehung bewusst.

Ohne es zu merken, hatte ich mir unterbewusst ein Ersatzziel gesucht, das mich glücklich machen und erfüllen sollte. Das Problem: Es lag so wenig in meiner Hand, wie nur irgendetwas.

Ich hatte gehofft, dass eine erfolgreiche Beziehung mein Visionsdefizit ausgleichen könne, da ja eine funktionierende Partnerschaft auch ein Ziel darstellen kann.

Du kannst dir denken: Es funktionierte nicht.

Das einzig Positive an der zerbrochenen Beziehung war, dass ich mir dessen bewusst wurde und nun gezielt umlenken konnte.

Doch woher eine neue Vision aus dem Ärmel schütteln? Ich merkte schnell: Schütteln geht nicht. Es brauchte eine lange Zeit, viele Gespräche und Reflexionen. Was ich dir nun weitergeben möchte, habe ich mir hart erarbeitet und über lange Zeit gelernt:

7 Tipps, die dir dabei helfen, deiner neuen Vision auf die Spur zu kommen

1.     Nimm dir Zeit für den Prozess. Eine Vision entsteht nicht über Nacht.

2.     Suche einen anderen Ort auf! Tapetenwechsel wirkt Wunder. Selbst wenn du gerade keinen Urlaub hast, kann ein Wochenende an einem anderen Ort schon vieles bewirken. Wichtig ist, dass dich dort Dinge nicht ablenken, sondern bestenfalls inspirieren. Eine Hütte am oder im Wald oder am Wasser ist also einer Wohnung mitten in der Stadt vorzuziehen.

3.     Bleibe bei dir! Du wirst merken, dass du deine Probleme an diesen stillen Ort mitbringst und sie sich am Anfang immer zwischen dich und deine neuen kreativen Gedanken schieben. Lass sie zu. Schreib sie auf. Wahrscheinlich lauern sie schon viel zu lange unter der Oberfläche und helfen dir vielleicht bei deiner Visionssuche. Falls sie aber nicht direkt mit dem Thema zu tun haben, versuche sie nicht zu lösen. Das raubt deine wenige Zeit.

4.     Komme zur Ruhe! Falls du ähnlich gestrickt bist wie ich, wirst du aus Gewohnheit sehr schnell zum Handy greifen, auf Nachrichten antworten oder nach irgendetwas im Internet suchen. Mein Tipp: Lass deine Ablenkungs- Gadgets zu Hause. Auch sie sind für deine innere Visionssuche nicht hilfreich, sondern rauben dir tendenziell Kreativität.

5.     Meditiere oder Bete! Warum sich nur auf sich selbst beschränken? Falls du an einen Gott oder ein höheres Wesen glaubst, bitte um Inspiration und Gedankenführung. Damit wird alles einfacher. Suche nicht nur in dir sondern auch außerhalb von dir.  Mir passiert es öfter, dass ich beim Beten (was nichts anderes ist als Sprechen mit Gott), dass ich plötzlich einen völlig themenfremden Gedanken bekomme. Das muss nicht gleich göttliche Inspiration sein. Es kann dir aber helfen, dein Problem oder Thematik von einem ganz anderen Ansatz her zu betrachten

6.     Frage dich, wie ein Außenstehender dich und dein Potential beschreiben würde! Auch in diesem Punkt geht es um die Zuhilfenahme eines externen Standpunkts. Was sagen deine Freunde über dich (nur das Positive ist jetzt interessant)? Wofür stehst du bei Ihnen? Welchen Typus verkörperst du? Welcher Persönlichkeitstypen bist du? All dies hilft dir dabei, deine Werte und Begabungen schärfer zu erkennen und in der Folge eine deutlichere Vision zu entwickeln.

7.     Sei Geduldig! Zum Schluss eine kleine kalte Dusche. Selbst wenn du intensiv Nachgrübelst, betest und versuchst innerlich zur Ruhe zu kommen, ist es dennoch möglich, dass du nach diesem Urlaub oder Wochenende deine Vision oder Zielsetzung noch nicht allumfassend definieren kannst. Verzweifle nicht. Wie am Anfang beschrieben, ist das Entwickeln einer Vision ein Prozess, der etwas länger dauern darf. Schließlich geht es nicht darum, welche neue Hose du dir kaufst oder welches neue Smartphone. Du willst dein Leben für die nächsten Jahre ausrichten. Bewege also dieses Thema auch Zuhause immer weiter. Sprich mit Freunden und Familie und bitte sie um Feedback und ihre Sicht auf dich. Das alles wird dir helfen nach und nach deine Vision deutlicher fassen zu können.

Fazit:

Das Meiste deiner Vision trägst du bereits in dir. Die Herausforderung liegt darin, dieses verborgene „Gold“ ans Tageslicht zu befördern.

Die oben genannten Punkte werden dir dabei helfen, aber der gesamte Prozess kann einige Zeit dauern.

 

Ich wünsche dir...

...dass du deiner Vision jeden Tag einen Schritt näher kommst und unterwegs den Mut nicht sinken lässt. Denn wenn du Sie ergreifen kannst, ist es ein tief erfüllendes Erlebnis!

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