Sabbatical, FSJ, Auslandsjahr - Die drei häufigsten Fehler vor Antritt der Reise und wie du sie vermeidest!

01.11.2016

1. Das Sprachchaos vermeiden

Egal, wie lange deine Vorbereitungszeit auf deinen Auslandseinsatz ist - ein halbes Jahr, zwei Jahre oder drei Monate – eigne dir so viel Sprachkenntnisse im Vorfeld an, wie nur möglich. Das macht den Unterschied, ob dein Einstieg in die fremde Kultur katastrophal wird oder nur sehr anstrengend!

Jedes Wort, dass du vor Antritt deiner Reise lernen und behalten kannst, wird für dich zum Segen in dem neuen Land und dein FSJ, Sabbatical oder Auslandsjahr enorm erleichtern. Denn so erweiterst und festigst du das Fundament, von dem aus du tagtäglich in eine wildfremde Kultur startest. Das allein bindet genug Energien. Warum solltest du es dir also vor Ort nicht etwas erleichtern, indem du vorher, solange du dich nur auf das Sprachelernen konzentrieren musst, diese Chance so umfassend wie möglich ausnutzt.
Besser natürlich als alleine Vokabeln zu büffeln, ist natürlich ein Kumpel, der dieselbe Sprache lernt oder ein Bewohner deiner Gastlandes, als Tandempartner. Diese finden sich mit etwas Glück am schwarzen Brett der Uni. Wenn es in deiner Stadt keine Uni gibt, findest du sie an lokalen „Sprachstammtischen“. Hier kommen Menschen zusammen, die eine andere Sprache lernen oder vertiefen wollen.

2. Falsche Motivation: Warum willst du weg?

Oberste Priorität lautet hier: Sei ehrlich zu dir selbst! Falls deine mögliche Antwort lautet: "Ich will den armen Afrikanern helfen!", solltest du folgendes bedenken:Du profitierst am meisten von deinen Auslandserfahrungen! Keine NGO, kein Dorf und keine Hilfsorganisation braucht deine Hilfe. Das, was du dort einbringst, kann auch jeder beliebige lokale Bewohner mindestens genauso gut erledigen und zwar zu deutlich geringeren Kosten.

Eine weitere mögliche Antwort ist üblicherweise: „Ich brauche Tapetenwechsel“ oder „Ich will mich selbst finden“.

Wenn du mit deinem eigenen Leben nicht zufrieden bist, dringend etwas ändern willst oder einfach nach einer neuen Richtung in deinem Leben Ausschau hältst, dann ist es eine gute Idee, in eine andere Kultur einzutauchen.
Bedenke jedoch, dass du dich immer selbst mitbringst. Du kannst weder deine eigene Kultur, noch dein Verhalten, noch deine Probleme einfach abstreifen und zu Hause lassen. Sie folgen dir wie ein treuer Straßenhund, den du gar nicht gerufen hast. Sie bleiben dir treu und trotten immer gemächlich hinter dir her, bis du dich um sie kümmerst.
Manchmal tut ein Tapetenwechsel gut, um Dinge aus einer anderen Perspektive zu betrachten. Die Wahrscheinlichkeit ist jedoch groß, dass dich an einem neuen, ungewohnten Ort deine Sorgen, Fragen und Probleme wieder einholen.

Ich gehe im 5. Thema tiefer auf deine Motivation ein und beantworte dabei folgende Fragen: Wem wird bei einem Auslandseinsatz wirklich geholfen? Wer profitiert am meisten? Du oder die anderen?

3. Ist es gut Deutsche(r) zu sein? Was bedeutet das eigentlich?

Du bist also bereit und neugierig darauf, eine fremde Kultur kennenzulernen. Aber was macht dich als Deutsche(r) aus? Was ist eigentlich Deutsch? Bist du ein(e) begeisterte(r) Deutsche(r)?
Aufgrund unserer Geschichte haben wir häufig ein Problem damit, diese Fragen zufriedenstellend und mit erhobenem Haupt zu beantworten. Das erzeugt schon mal einiges an Unverständnis in anderen Kulturen.
Ein gesunder Stolz auf sein Land, auf dessen Errungenschaften oder Eigenschaften ist für die Menschen der meisten Länder ganz natürlich. Wenn Sie an Deutschland denken, fallen ihnen zwar in erster Linie viele Stereotype ein. Dennoch blicken sie im Allgemeinen mit viel Respekt und sogar etwas Neid auf unsere Heimat. Wenn wir uns in einer neuen Kultur mit einer Haltung á la :„Hallo. Ich bin Karl und komme aus Deutschland. Es tut mir leid“- vorstellen, sorgt dass vielfach für Verwunderung und Unverständnis.
Dass du dir also einen gesunden Umgang mit deiner Kultur, deinem Land und dir selbst angewöhnst, gehört ebenfalls zur interkulturellen Vorbereitung.

Stelle dir einmal folgende Fragen:
Was macht mich Deutsch?
Was bedeutet Deutschsein für mich?
Welche Vorurteile hege ich meinem eigenen Land gegenüber?

Kannst du sie für dich beantworten, wird es dir dabei helfen, dich und deine Kultur besser zu verstehen. Wer sich und seine eigene Kultur reflektieren kann, erhält auch leichteren Zugang und Verständnis für eine andere Kultur. Falls du einen kleinen Denkanstoß brauchst, hilft die Kurz-Reportage der Deutschen Welle zum Thema #whatmakesyougerman weiter.

Wie geht es nach deiner Ankunft im neuen Land weiter? Hier erfährst du, welches deine größten Herausforderungen sein werden und wie du ihnen am besten begegnest!

4. Die 4 Schlüssel zu einer fremden Kultur und wie du sie am besten einsetzt!

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